Geschichte der ENDA

Der wirtschaftliche und demografische Wandel sowie tief greifende strukturelle Veränderungen beeinflussen alle Bereiche der professionellen Pflege. Vor allem auf den Gebieten der Pflegeforschung, Pflegebildung sowie des Pflegemanagements tragen diese Veränderungen zum Überdenken und zur Reorganisation der Konzepten und Strukturen enorm bei. Das ist einer der Gründe, wieso sich im Jahr 1992 in Genf Pflegedirektoren/innen mit dem Vorhaben trafen, ein Netzwerk in Europa zu gründen. Das erste Ziel war es, einen Kongress im Jahr 1993 zu organisieren, um Kollegen/innen aus ganz Europa an einen Tisch zu bekommen. Dieser Kongress war ein großer Erfolg. Die Anwesenden entwickelten die Idee der Europäische Nurse Directors Association (ENDA). Dieser Name verdeutlicht,  dass sich hier Führende im Pflegemanagement und andere Entscheidungsträger in der Pflege zusammenfinden.

In jenen Jahren entstand ein Forschungsprojekt über die Stärken und Schwächen der Position der Pflegedirektoren/innen in ihrem eigenen Land. Die Ergebnisse wurden im Jahr 2001 von Jacqui Filkins und Ricarda Klein auf dem 5. Kongress in Rotterdam vorgestellt. Als Teil dieser Präsentation wurden einige Themen skizziert und für die Konferenz im Jahr 2003 in Glasgow vertieft. Im Jahr 2005 legte ENDA ihren Aktionsplan für die Zukunft fest.

In Turku / Finnland wurde 1995 die Satzung vorgestellt. Die Teilnehmer des Kongresses beschlossen, einen ständigen Ausschuss einzurichten. Jedes Land stellte ein ENDA Mitglied. Auf dem Brüsseler Kongress im Jahr 1997 wurde ENDA offiziell gegründet und wählte seinen Vorstand. Diese Konferenz konzentrierte sich auf die länderspezifischen Unterschiede der Gesundheitssysteme. Während des 4. Kongresses in Halle / Deutschland wurden Pläne für die nächsten vier Jahre vorgestellt und formelle Kontakte mit der WHO und der PCN (Standing Committee of Nurses in the EU) hergestellt.

Seit dem 8. Juni 2007 ist ENDA ein eingetragener Verein mit Sitz in Hamburg.

Ergebnisse der ENDA Aktivitäten:

  • Die Arbeit an der SWOT-Analyse ermöglicht es den Pflegedirektoren/innen, Entscheidungsfindungen in verschiedenen Institutionen zu untersuchen und zu vergleichen
  • Anstieg der politischen Akzeptanz gegenüber der beruflichen Qualifikation in der Pflege
  • Netzwerkbildung zur Weiterentwicklung und Stärkung
  • Ausweitung des Netzes vor allem mit der EFN, HOPE und der Nutrition for Health Alliance
  • Entwicklung von Projekten im Bereich Pflegemenagement und Führung

In einer der letzten Sitzungen des Ausschusses wurde die Entscheidung getroffen, nicht nur eine Organisation für Pflegedirektoren/innen zu sein, sondern auch im weiteren Sinne für Führende u.a. im Bereich Primary Health Care, Forschung, Bildung und weitere.